Mit Germanwings nach Berlin, das heisst erst mal eine Stunde Verspätung beim Abflug, zumindest am 30.6.2008 – leider ausgerechnet der Tag, an dem ich nach Berlin will.

Sehr witzig: Während des Fluges möchte das Begleitpersonal ein kostenloses Getränk verteilen. Nun ist es aber normalerweise so, dass es bei Germanwings noch nicht mal ein Glas laues Leitungswasser für lau gibt. Das wissen die erfahrenen Billigvielflieger natürlich, daher greift kein einziger nach dem geradezu aufdringlich angebotenem Getränk. Es könnte ja was kosten.

Endlich spricht sich herum, dass dieses Getränk wirklich umsonst ist. Es handelt sich um „Bonaqua Mango & Chili“, eine Geschmacksrichtung, die im Wettbewerb der überflüssigsten Produkt-Diversifizierungen gute Chancen auf die Dachterrasse des Siegerpodestes hat.

Überhaupt, Bonaqua, wir erinnern uns, ist das „Mineralwasser“ von Coca-Cola, das aus schnödem Leitungswasser und Kohlensäure (damit es nicht so schnöde schmeckt) hergestellt wird. Weil das eigntlich keiner trinken will, muss man dafür Werbung machen, mit JBKerner, den unsere GEZ-Gebühren vorher leider berühmt und damit werbefähig gemacht haben. Kurz: Wir zahlen dafür, dass der uns nervt.

Die neue Brause schmeckt übrigens zwar weder nach Mango noch nach Chili, aber immerhin irgendwie nach Bionade, und das wars ja wohl, was man hatte haben wollen.

Nettes Detail am Flughafen Schönefeld: Auf den Herrentoiletten wirbt ein Kaugummiautomat mit dem Versprechen frischen Atems. Ein Schelm, wer „Spülstein“ dabei denkt.